Mineralerde aktuell

Mineralerde im Laufe der Zeit

Erden und Lehm wurden offensichtlich seit Beginn der Zeiten von den Menschen als Heilmittel verwendet. Und das bestimmt nicht nur, wie einige argwöhnisch vermuteten, weil es sonst nichts anderes gab.

Inder, Chinesen, Assyrer und Ägypter wussten von den Heilkräften der Erde und priesen sie als ein Geschenk der Götter.

Das erste schriftlich festgehaltene Zeugnis von Mineralerde-Anwendungen fand man auf  Papyrus und Tontafeln um 3000 v Chr in Ägypten. Ägyptische Heilpriester benutzten diese Erde für das Mumifizieren, weil sie von ihrer keimtötenden Wirkung wussten. Zusammen mit dem Nilschlamm verwendeten sie diese auch gegen rheumatische Beschwerden, Entzündungen, Gliederschmerzen.

Im antiken Griechenland war vor allem die sagenumwobene Erde der Insel Lemnos, Terra Lemnia, ein begehrtes Heilmittel bei Knochenbrüchen und Vergiftungen. Sie war so begehrt, dass sie zeitweise teurer als Gold gehandelt wurde.

Hippokrates (460 bis 377 v Chr.) , der Vater der Ärzte, war der erste, der schriftlich Zeugnis vom Essen der Erde gibt. Er vertrat damals schon die Ansicht, dass der beste Arzt des Kranken seine in ihm wohnende  Lebenskraft sei. Er setzte verschiedene Erden in seinem komplex aufgebauten Heilungsplan zusammen mit Kräutern und Diät ein.

Der griechische Arzt und Pharmakologe Dioscurides (1 Jh n Chr)  rühmte die Wirkung der Erde als Heilmittel und schrieb ihr eine ausserordentliche Kraft zu.

Auch der „Prinz unter den Ärzten“, der Araber Avicenna ( 980 – 1037 n Chr.), der den „Kanon der Medizin“, das im Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert bekannteste Standardwerk der medizinischen Ausbildung verfasste, beschrieb darin u. a. Bolus armenus, die armenische Tonheilerde (Kapitel 423). Er schreibt ihr blustillende Wirkung zu, sie soll bei Pestbeulen nützlich sein und besonders bei Wunden helfen. Außerdem soll sie bei Katarrhen und Kopfschmerzen wirksam einzusetzen sein, ebenso bei Geschwüren der Atemwege und des Verdauungstraktes sowie bei Fieber.

Die heilkundige Äbtissin Hildegard von BINGEN (1098 – 1179) empfahl in ihren Schriften die Anwendung von Erden. Aus ihrem Werk „Causae et Curae“ geht hervor, dass ihr vor allem die aus FRANKREICH stammende grüne Erde, die auch heute noch mit grossem Erfolg therapeutisch eingesetzt wird, gute Dienste erwies.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) schreibt in seinem „Codizill“: „Ich fand, dass manche Körperschäden und viele Übel durch kein anderes Mittel so schnell und mit solcher Leichtigkeit geheilt werden können als gerade mit Lehm. Der Lehm ist ein ausgezeichnetes Heilmittel. Lehm zieht aus den kranken Stellen alle feuchten und flüssigen Stoffe aus.“

Er empfahl nachhaltig eine Mischung aus Lehm und natürlichem Essig für Packungen und Auflagen. In manchen westlichen Ländern hat diese Methode überlebt, wurde aber hauptsächlich bei Tieren angewandt – wenn eines ernsthaft krank war, wurde dieses mit einer Paste aus Lehm und Essig bestrichen.

Womit haben wir es bei Mineralerde eigentlich zu tun ?

Mineralogisch betrachtet besteht Heilerde im Wesentlichen aus Aluminium Silicaten. Häufig handelt es sich um Löß-, Lehm-, Ton– oder Moorerden. Ihre Zusammensetzung ist abhängig vom Abbaugebiet.

Sie wurde im Lauf von Jahrmillionen im Schoss der Erde und zum Teil im Glutkessel alter Vulkane aufgeschlossen. Bei 1200 Grad Celsius.  In ihr wohnt feurige „Urenergie“.

Sie besteht aus Mineralstoffen, Spurenelementen und laut Michel Abehsera auch aus Enzymen.

Prozentuell am grössten jedoch ist der Gehalt an Kieselsäure in ihr. Sie spielt nicht nur eine wesentliche Rolle im Aufbau der Erdrinde, (die Erdkruste besteht zu über 90 Prozent, der Erdmantel fast vollständig aus Silicaten)  sie ist zweifellos eine bedeutende URSUBSTANZ für jeden lebenden Organismus. Kein lebender Stoff kann ohne Kieselsäure bestehen.

In unserem Körper ist sie äusserst wichtig für das Bindegewebe und für die Blutgefässe. Das Bindegewebe stützt alle Organe. Sie erhält einen elastischen Körper, frische Haut, volle Haare, gesunde Zähne und schöne Nägel.

Da der Gehalt der Kieselsäure im Laufe der Zeit im Bindegewebe abnimmt, trägt dies nicht unwesentlich zur Alterung des Organismus bei. Deshalb sollte Kieselsäure besonders im Alter zugeführt werden, um einer Erschlaffung des Bindegewebes entgegenzuwirken. Wobei hier nicht die Rede von isolierter Kieselsäure ist, sondern als Teil eines Ganzen, wie es in der Mineralerde der Fall ist.

Da Siliziumatome Gerüste bilden, spielen sie bei der Heilung und Vernarbung von Wunden eine ganz wichtige Rolle.

Der höchste Ruhm der Mineralerde ist, dass sie niemals schadet, wenn sie sinngemäss angewendet wird.

Mineralerde kann äusserlich und innerlich verwendet werden. Eine solche Erde, in Wasser aufgelöst eingenommen, kann eine wundervolle Kur sein.

In Packungen und Umschlägen hat Erde eine Vielzahl von wohltuenden Nutzen. Sie kann Wunden und Geschwüre heilen, unterstützt den Aufbau von gesundem Gewebe und Zellen und sogar von gebrochenen Knochen.

Bemerkenswert ist, dass sich in einer irdenen Lösung keine pathogenen Keime vermehren können.

Mineralerde ist effizient durch die dynamische Präsenz von etwas weitaus grösserem als die blosse Anrechnung der Substanzen, die er enthält.  Sie ist viel mehr ein Katalysator als das Mittel an sich. Das ist deshalb möglich, weil sie lebendig ist – „lebendige Erde“.

„So wie jedes Teilchen eines Magnets die Eigenschaften des Ganzen in sich trägt, so hat auch jedes Teilchen der Erde eine bestimmte Masse an Energie von der mächtigen magnetischen Kraft der „grossen“ Erde.

Dieser Vorgang führt dem Organismus Kraft zu und hilft durch Energiefreisetzung, die Lebenskräfte wieder aufzubauen. Der Organismus verfügt über grosse Energiereseren, die nicht genutzt werden : Erde erweckt sie.“ (Michel Abehsera)

Die Mineralerden von Phytopharma stammen aus einer Vulkanlanschaft in Frankreich,  nahe dem kleinen Ort Auvergne. Die Erde dort ist frei von Quarz, einem Bestandteil von Sand; sie besteht zu mehr als 85% aus Ton und enthält alle Tonarten – Illite, Montmorillonite und Kaolinite – in aussergewöhnlicher Reinheit.

Ein hoher Gehalt an Montmorillonit in der Erde garantiert eine enorm hohe Sorptionsfähigkeit.

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